Stromanbieter

Öko- ist die nachhaltigere Variante als Atomstrom. Doch wenn Sie auf die umweltfreundliche Energie umsteigen wollen, müssen Sie einige Dinge beachten. Sie sollten wissen, welchen Anbietern Sie trauen können und welche Fehler es zu vermeiden gilt.

 

FOTO: PRIVAT

 

Der Nachhaltigkeitsmanager Carl-Ernst Müller studierte an der Universität Lüneburg strategische Unternehmensführung unter Nachhaltigkeitsaspekten. Vor seiner Selbständigkeit plante und betreute er für die Pro Natur GmbH Projekte im Bio-Lebensmittelbereich und Sustainable Business Development. Mehr Informationen finden Interessierte auf seiner Homepage.


Trend
Im Vergleich zu 2007 setzen 2008 mehr als doppelt so viele Unternehmen auf Strom aus regenerativen Quellen. Tendenz steigend. Auch im Privatkundensektor nimmt die Zahl der »grünen« Anhänger sehr stark zu und liegt derzeit bei etwa 2,1 Millionen Haushalten in Deutschland.

 

Nutzen
Es gibt eine Reihe von Vorteilen, die Sie durch einen Umstieg erzielen.
Durch einen reduzierten C02-Ausstoß können Sie klimaneutraler wirtschaften, neue Zielgruppen ansprechen und die Umwelt schonen. Zusätzlich verringern Sie Ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und entkoppeln damit Ihr Bankkonto von stark schwankenden Weltmarktpreisen für Öl und Gas. Sie unterstützen zukunftsfähige Technologien und schwächen riskantere Energiequellen - eventuell sogar in Ihrer Region. Viele Ökostromneukunden im Großraum Hamburg wurden erst durch die undurchsichtigen Sicherheitspraktiken im örtlichen Atomkraftwerk zum Wechsel bewegt.

 

Umsetzung
Grundsätzlich ist ein Umstieg unkompliziert. Wenden Sie sich an den neuen Anbieter und füllen dort einen Antrag aus. Die restlichen Formalitäten übernimmt er. Die Versorgungssicherheit ist unterbrechungsfrei gewährleistet.

 

Dennoch gibt es drei zentrale Dinge zu beachten, da Sie schließlich eine reale Verbesserung suchen.

 

Analysieren Sie zunächst die Preise. Es gibt große Unterschiede, die Sie besonders gut auf Internetseiten mit Tarifvergleichen erkennen, wie zum Beispiel Verivox. Sie werden feststellen, dass Ökostrom nicht unbedingt teurer sein muss als konventioneller.

 

Zweitens sollten Sie sich nicht zwangsweise für das finanziell günstigste Angebot entscheiden. Es kann vorkommen, dass Anbieter ihren Strom aus Kohlekraftwerken beziehen, hierfür CO2-Zertifikate kaufen und ihn dann klimaneutral nennen. Achten Sie bevorzugt darauf, dass Ihre Energie aus Quellen stammt, die durch den TÜV zertifiziert sind, das »Grüner Strom Label« oder das weniger strenge »OK-Power-Label« tragen.

 

Prüfen Sie drittens, ob Ihr neuer Versorger den Bau umweltverträglicher Anlagen fördert oder selbst durchführt. Nur so ist sichergestellt, dass die Quellen für die Energieversorgung zunehmend ökologisch erneuert werden.

 

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