Co-Working Space, Lifestyle Club oder doch ein Hotel?

Moxy Berlin – extravagantes Boutique-Hotel

Bild: Christian Kretschmar,JOI-Design

Lässig zusammengewürfelte Möbel, freiliegende Wände, Graffiti und Brettspiele erwecken den Eindruck, es handele sich um ein angesagtes Co-Working-Space oder um einen Lifestyle-Club. Das Design mit viel Holz sowie wild kombinierte Farben und Materialien vermitteln eine lockere Atmosphäre.

Keine Spur vom klassischen Hoteldesign

Elemente des klassischen Hoteldesigns, wie eine prominent platzierte Rezeption, geraten in den Hintergrund. Der Empfang wird hier zu einem „Coffee Counter“. Neben der Zimmerkarte erhält der Gast zudem einen Kaffee überreicht. Grenzen sind im Moxy Berlin aufgelöst. Gäste bewegen sich innerhalb der öffentlichen Bereiche frei.

Neben dem Eingang befindet sich eine offene Lounge. Mit schweren Lederkissen, Perserteppich und Topfblumen lädt sie zu einem Brettspiel ein. Von hier aus behält man den Eingang und die dahinterliegende Welcome-Zone genau im Blick.

„Coffee Counter“ und Rezeption zugleich (Bild: Christian Kretschmar,JOI-Design)

In der Welcome-Zone versprühen verschiedene Sitzmöglichkeiten wie niedrige Poufs, Lounge-Chairs oder Sitzsäcke einen gemütlichen Wohnzimmercharakter. Je nach Geschmack der Gäste lassen sich die Möbel spontan umplatzieren. Die Ruhe der hellen Grundfarben wird durch die dunkle Decke mit freiliegenden Rohren durchbrochen. Die Graffitis auf den freigelegten Bauteilen und Betonflächen erzählen von der Geschichte des Hauses.

Alles kann, nichts muss

Handyfotos vom Spiel am Kicker oder von einem lustigen Abend an der Bar lassen sich ins digitale Moxy-Gästebuch laden. Sie tauchen anschließend wieder auf dem Eingangsscreen auf. Von der Welcome-Zone kommt man in die offene Library-and-plug-in-Zone. Hier findet man Computer, Steckdosen, USB-Stecker, schnelles Internet sowie Ruhe. In den öffentlichen Bereichen des Hotels stehen Bücher die Gäste bereit – über die Geschichte Berlins und spannende Sehenswürdigkeiten. Benötigt man beim Studieren der Bücher Ruhe, zieht man sich einfach in die zwei angrenzenden Think Tanks zurück.

Hinter dem Eingangstresen erstrecken sich sechs Buffetstationen. Morgens sorgen sie für einen frischen Start in den Tag. Abends werden sie durch schwere Stahltüren wieder versteckt. Die Gäste haben die Wahl: entweder essen sie am großen Tisch mit anderen Gästen gemeinsam oder an kleinen Tischen in privatem Umfeld.

Die Hotelzimmer punkten mit klaren Linien, minimalistischem Design sowie natürlichen Farben und Materialien. Das Wappentier Berlins, der Berliner Bär, ist wichtiger Bestandteil des gesamten Konzepts. Als Maskottchen taucht es in verschiedensten Farben, Formen und Größen immer wieder auf.