Initiative der deutschen Tourismusverbände

Nein zur Urlaubssteuer!

Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes e.V., und Benedikt Esser, Präsident des RDA Internationaler Bustouristik Verband e.V., beim heutigen Start der Initiative „Nein zur Urlaubssteuer“ (Foto:btw)

Durch die gewerbesteuerliche Hinzurechnung würde faktisch eine Urlaubssteuer entstehen. Diese würde neben den Reiseveranstaltern auch die Urlauber mit hohen Mehrkosten belasten. Wenn Reiseveranstalter touristische Leistungen erbringen, wie etwa ein Hotelzimmer anmieten oder Übernachtungskontingente einkaufen, entstehen diese zusätzlichen Gewerbesteuern.

Nachteile für Urlauber und Unternehmer

Mit der Initiative „Nein zur Urlaubssteuer“ möchte die Tourismusbranche auf die steuerliche Ungerechtigkeit hinweisen. Es sei absurd, angemietete Büroräume oder Lagerhallen steuerlich mit der Vermittlung von Hotelleistungen gleichzusetzen. Ab sofort informiert die Website www.urlaubssteuer.de über die Nachteile für Wirtschaft und Reisende.

 „Die Urlaubssteuer ist für den gesamten Tourismusstandort Deutschland fatal. Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung gefährdet Arbeitsplätze, führt zu Marktaustritten und zu Standortverlagerungen von Touristikunternehmen in das Ausland. Da die Urlaubssteuer höhere Preise für Reisen zur Folge hat, belastet sie die Verbraucher stark“, stellt Benedikt Esser, Präsident des RDA Internationaler Bustouristik Verband e.V., klar.

Der Preis einer klassischen Urlaubsreise steige in der Folge um 2,3 Prozent. Eine Reise, die bisher 2.000 Euro kostete, wird so um 46 Euro teurer. Durch Steuernachforderungen drohen zusätzlich enorme finanzielle Belastungen.

Besonders Mittelständer betroffen

 „Wir setzen darauf, dass die politischen Entscheider jetzt gute und faire Rahmenbedingungen für die deutsche Tourismuswirtschaft in Europa schaffen. Die Abschaffung der Urlaubssteuer ist Voraussetzung dafür, dass der mittelstandsgeprägte Tourismusstandort Deutschland eine Zukunft hat. Die derzeitige Belastung ist für die Unternehmen kaum zu bewältigen“, erklärt Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reise Verbandes. Betroffen sind vorrangig mittelständische Anbieter. Ihnen droht mit Nachzahlungen und Rückstellungen in Milliardenhöhe der Ruin. Der Kompletturlaub droht mit der Urlaubssteuer teurer zu werden. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Reise online oder im stationären Reisebüro gebucht wurde.

Zu den Initiatoren der Initiative gehören der RDA, die Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. (ASR), der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. (BTW), der Deutsche ReiseVerband e.V. (DRV) und der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV). Die Website enthält Hintergrundinformationen und Materialien zum Download.