Deutscher Hotel- und Gaststättenverband

Neuer Dehoga-Präsident des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern

Lars Schwarz mit guido Zöllick (Foto: Dehoga MV)

Lars Schwarz betreibt als Unternehmer seit 1997  sein eigenes Restaurant (Nudeloper) in Gnoien. Im gleichen Ort führt er seit ein paar Jahren das Hotel Mecklenburger Hof. Er ist seit 2005 Mitglied der Tarifverhandlungskommission und war bei den letzten beiden Abschlüssen der Verhandlungsführer für den Dehoga MV.

Nach zwölf Jahren an der Verbandsspitze in Mecklenburg-Vorpommern stellte sich der bisherige Präsident Guido Zöllick dieses Jahr nicht mehr zur Wahl. Die Delegierten wählten ihn zum Ehrenpräsidenten des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

„Heute haben rund 90 Delegierte des Dehoga MV die Weichen in der Verbandsentwicklung in Richtung Zukunft gestellt. Im Ergebnis bin ich als Präsident des Dehoga MV gewählt worden. Für das mir dort entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich ausdrücklich“, sagte Lars Schwarz anlässlich seiner Antrittsrede auf dem Branchentag des Gastgewerbes.

 „Mit Lars Schwarz haben die Delegierten meine Nachfolge in die richtigen Hände gelegt. Ich gratuliere ausdrücklich zur erfolgreichen Wahl und wünsche ihm und dem neuen Präsidium eine erfolgreiche Legislatur. Lars Schwarz ist ein junger, dynamischer und engagierter Kollege, der die erfolgreiche Arbeit des Dehoga MV in die Zukunft tragen wird“, gratulierte Guido Zöllick, der scheidende Präsident des Landesverbandes, seinem Nachfolger.

  „Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Dem muss und dem wird sich das Gastgewerbe stellen. Wir sind eine robuste Branche, die tagtäglich mit sich ändernden Situationen umgehen muss, um flexibel auf die sich ändernden Rahmenbedingungen oder Gästewünsche reagieren zu können“, erklärte Schwarz. „Gerade diese Flexibilität fordern wir aber auch beim derzeit geltenden und doch reichlich in die Jahre gekommenen Arbeitszeitgesetz. Was wir fordern, ist kein Hexenwerk, sondern schlichtweg das Anerkennen von Lebenswirklichkeit. Es muss dann gearbeitet werden können, wenn die Arbeit anfällt“, ergänzt er.

Dieses Anliegen unterstreicht Guido Zöllick: „Der Dehoga weist seit langem darauf hin, dass die starre tägliche Höchstarbeitszeit im Arbeitszeitgesetz von regelmäßig acht, im Ausnahmefall maximal zehn Stunden nicht mehr zeitgemäß ist. Wir schlagen deshalb vor, das Arbeitszeitgesetz von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umzustellen, analog der auf EU-Ebene geltenden Arbeitszeitrichtlinie.“

Der Branchentag rückt zudem inhaltlich das Zukunftsthema Unternehmensnachfolge in den Mittelpunkt. Schwarz sagte dazu: „Gegenwärtig spüren wir in der Branche eine sich verschärfende negative Strukturentwicklung. Immer mehr Betriebe – vorrangig gastronomisch geprägt – schließen, insbesondere in der Fläche, für immer ihre Türen. Gerade mich als Unternehmer aus dem Binnenland bewegt diese Situation besonderes. Schließt ein Gastronomiebetrieb vor Ort seine Türen, verliert die Gemeinde oftmals den letzten Haltepunkt für ein gesellschaftliches Leben. Schon lange fehlt der örtliche Schlachter oder Einzelhändler, vom ehemaligen Kulturhaus ganz zu schweigen. Schon lange sind viele Orte im Binnenland gar nicht oder nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Dieser Entwicklung müssen wir uns entgegenstemmen. Wir sind dem Grunde nach die öffentlichen Wohnzimmer der Nation. Mit unseren Angeboten tragen wir immens zum Wohlfühlklima in einem Ort bei. Dies müssen wir bewahren.“

 „Von daher thematisieren wir heute die Unternehmensnachfolge. Ziel muss es sein, möglichst viele Betriebsstandorte durch eine erfolgreiche Nachfolgeregelung zu erhalten. Wir müssen gemeinsam alles tun, damit hier eine möglichst große unternehmerische Vielfalt gewahrt bleiben kann, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Arbeitsplätze vor Ort“, so der neue Dehoga MV-Präsident abschließend.