Bio aus aller Welt?

Haben Sie sich auch schon gefragt, ob Sie Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau herkömmlich hergestellten aus der Umgebung vorziehen sollten? Die Entscheidung ist einfach, wenn Sie nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

 

FOTO: PRIVAT

 

Carl-Ernst Müller arbeitet als Nachhaltigkeitsmanager. Er studierte vor seiner Selbständigkeit an der Universität Lüneburg strategische Unternehmensführung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Außerdem betreute er für die Pro Natur GmbH Projekte im Bio-Lebensmittelbereich und Sustainable Business Development. Auf seiner Homepage finden Sie weiterführende Informationen.

 

Trend

Immer mehr Menschen besitzen ein wachsendes Bewusstsein für globale Zusammenhänge. Davon sind auch Sie als Unternehmer betroffen. Sie sollten die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Produktionsweisen kennen und Ihre Gäste gezielt darauf hinweisen. Bio-Qualität, Regionalität, Saisonalität und Fairtrade sind die entscheidenden Kriterien.

 

Nutzen
Wenn Sie Waren bewusst einkaufen, ist es möglich, Ihr Angebot zusätzlich zur Produkt- mit Werten aus der Prozessqualität zu verbinden. Die Kunden schätzen dies. So ist im Jahr 2008 der Umsatz von Gütern mit dem Fairtrade-Siegel, die vorrangig im LEH verkauft werden, um 50 Prozent gestiegen - trotz Krise.

 

Umsetzung
Lebensmittel, die nicht vor Ort wachsen, können Sie logischerweise nicht regional beziehen. Hier spielt der »anständige« Umgang mit Geschäftspartnern aus anderen Ländern eine größere Rolle. Das Optimum ist es, Bio-Qualität aus fairem Handel zu kaufen, um möglichst überall gerechte Arbeitsbedingungen zu sichern und die Umweltbelastung zu senken.

 

Durch frische Zutaten aus der Gegend bleiben die Transportwege kurz. Das schont die Natur ebenfalls. Das Kriterium der Saisonalität vergrößert die Vorfreude der Gäste. Nehmen Sie die Erntesaison als Eventanlass. Beste Beispiele sind der Spargel im Frühjahr oder der Grünkohl im Herbst. Im Idealfall sollten Sie auch hier auf Bio setzen.

 

Übrigens: Für Produkte, die zu Hause und in anderen Teilen der Erde vorkommen, sind eindeutige Aussagen schwer möglich. Einzelkriterien wie die CO2-Bilanz sind zwar vergleichbar, aber Äpfel aus Neuseeland können dennoch ökologischer sein als deutsche, die seit Monaten in ineffizienten Kühlhäusern lagern. Vergleichen Sie also nicht pauschal Regionalität mit Bio-Qualität. Das funktioniert genauso wenig wie der Vergleich von Äpfeln und Birnen.

Heft

Cover Gastronomie & Hotellerie

Abonnement

Abonnieren Sie das Heft zum Vorzugspreis und genießen Sie die exklusiven Vorteile.

Probeexemplar

Bestellen Sie die aktuelle Ausgabe als Probeexemplar.

Messekalender

M T W T F S S
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
 
 
 

Messen

Redaktion

Barbara Böhme (verantwortlich)
Tel.: 030 42151-464 
Kontakt

Marion Neubauer (Redaktionsassistenz)
Tel.: 030 42151-490 
Kontakt

Über gastronomie & hotellerie

Die Zeitschrift gastronomie & hotellerie, Das Unternehmer-Magazin, vermittelt umsetzbares Know-how aus der Hotellerie- und Gastronomie-Branche. Das Fachmagazin informiert über aktuelle Trends und Konzepte für Betriebsführung und Marketing, Technik, Food & Beverage sowie Ambiente.