Reisejahr 2018

Deutschland wählt Hidden Champions der Urlaubsziele

Menorca (Foto: Pixabay/eyouness)

Menorca: die Alternative zu Mallorca, der Lieblingsinsel der Deutschen Menorca schlägt das toskanische Elba und Ibizas Nachbarinsel Formentera. So bietet Mallorcas kleine Schwester Natur und spanischen Flair fern vom Massentourismus. Fast die Hälfte ihrer Fläche wurde zum Biosphären-Reservat erklärt und steht unter Schutz.

La Graciosa: die Alternative zu sonnigen Vulkaninsel Gran Canaria La Graciosa wird auch als Perle der Kanaren bezeichnet und ist die kleinste bewohnte Insel der Gruppe. Die idyllische Alternative zu Gran Canaria ist nur mit der Fähre erreichbar und verdrängt das Wanderparadies La Gomera sowie die Ruheoase El Hierro auf Platz zwei und drei.

Kythira: die Alternative zu Santorin Vor Symi in der südlichen Ägäis und Naxos, der größten Insel der Kykladen, wählen die Deutschen Kythira zum „Hidden Champion“ für das Postkarten-Motiv Santorin. An der Südostspitze der Peloponnes gelegen, ist Kythira vor allem für ihre unzähligen Strände und Wanderwege durch eine abwechslungsreiche Vegetation bekannt.

Koh Kut: die Alternative zur Partyhochburg Phuket Koh Kut ist eine beschauliche Insel ohne Massentourismus und Partytrubel. So punktet das tropische Palmenparadies im Osten Thailands nahe Kambodscha vor allem mit Ruhe und Entspannung. Auf den zweiten Platz wird mit Koh Kradan ein Geheimtipp in der Andamanensee gewählt. Der Insel folgt Koh Similan – ein beliebtes Ausflugsziel für Schnorcheltouren in der Gegend um Khao Lak.

Auch Städtereisen sind gefragt – mehr als die Hälfte der Travelzoo-Mitglieder planen im kommenden Jahr einen entsprechenden Kurztrip. Grund genug, um „Hidden Champions“ für vier gefragte Metropolen zur Wahl zu stellen:

Sankt Petersburg: die Alternative zu den Kanälen Venedigs Sankt Petersburg trägt auch den Namen „Venedig des Nordens“. An der Mündung des wasserreichen Flusses Newa gelegen, können zahlreiche Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Hauptstadt des russischen Kaiserreichs per Bootstour entdeckt werden. Auf Platz zwei und drei folgen die romantische Blumenstadt Gent in Flandern und Annecy, das „Venedig der Alpen“.

Sevilla: die Alternative zum Sightseeing in Barcelona Vor der portugiesischen Hafenstadt Porto und dem sizilianischen Palermo begeistert das spanische Sevilla. Die Straßen der Hauptstadt Andalusiens pulsieren mit zahlreichen Bars und Restaurants vor Leben. Außerdem wurden ihre Sehenswürdigkeiten in ihrer Gesamtheit zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Colmar im Elsass: die Alternative zu den Grachten Amsterdams Das französische Colmar trumpft mit einem reichen historischen und architektonischen Kulturerbe auf. Der Stadtteil rund um den Verlauf des Flusses Lauch wird auch „Klein-Venedig“ genannt – das überzeugt. An zweiter Stelle folgt das niederländische Utrecht, das ebenfalls über schöne Grachten verfügt, aber deutlich weniger „Hanf-Touristen“ anzieht als Amsterdam. Auf Platz drei wählen die Deutschen Leiden – die Stadt mit den meisten Grachten und Brücken der Niederlande.

Zadar: die Alternative zum Kreuzfahrt-Highlight Dubrovnik Das kroatische Zadar an der Adria bietet die perfekte Kombination aus Kultur und Sightseeing mit einem Strandurlaub. Im Gegensatz zu Dubrovnik geht es deutlich ruhiger zu, da hier nur kleinere Schiffe anlegen können. Auf den zweiten Platz schafft es Kotor in Montenegro. Vom Wasser hat man beim Blick auf die Kulisse der Stadt das Gefühl, man sei in Norwegen: echte Fjord-Atmosphäre. Ihr folgt Kroatiens zweitgrößte Stadt Split.

Der „Hidden Champion“ zur angebrochenen Wintersportsaison:

Damüls-Mellau: die Alternative zu einem Skiurlaub in Ischgl Vor Špindleruv Mlýn (Spindlermühel) in Tschechien und Vogel in Slowenien wählen die Deutschen das schneesichere Skigebiet Damüls-Mellau zum „Hidden Champion“ zur Partyhochburg Ischgl. Denn es bietet mit 109 Pistenkilometern selbst geübten Skifahrern jede Menge Abwechslung. Darüber hinaus hat sich Damüls im Bregenzerwald den Charme eines echten Bergdorfs bewahrt.

Massentourismus verdirbt Urlaubsfreude

Überfüllte Strände, lange Schlangen an den Sehenswürdigkeiten – von ursprünglichem Flair keine Spur. 59 Prozent der Deutschen zeigen sich nicht glücklich über die Menschenmassen in beliebten Urlaubsorten. Ein Viertel möchte in Zukunft gezielt andere Destinationen ansteuern. Einheimischen, die zum Protest gegen den Massentourismus auf die Straße gehen, wird mit Verständnis begegnet. 77 Prozent der Befragten können diesen Schritt nachvollziehen. Schließlich habe der Touristenandrang negative Auswirklungen auf das tägliche Leben der Menschen und die Umwelt.

Zur Studie

Für die Studie von Travelzoo hat das Marktforschungsinstitut Norstat im November 2017 online 1.001 Personen in Deutschland repräsentativ befragt.