Systemgastronomie mit neuem Eigentümer

Stockheim-Gruppe verkauft an SSP

Oliver Dörschuck, SSP (Bild: SSP)
Oliver Dörschuck, SSP (Bild: SSP)

Mit der Übernahme von 25 Filialen erhalten 500 Mitarbeiter einen neuen Arbeitgeber. Zur Stockheim (Hbf.-Köln) GmbH bzw. zur Stockheim Systemgastronomie GmbH & Co. KG gehören Eigenmarken wie Meister Bock, Cafetiero oder Ida & Frida, aber auch Drittmarken wie Backwerk, Pizza Hut, Kamps, Sushi Factory oder Edeka.

„Das ist ein guter Schritt für alle Beteiligten. Beide Unternehmen legen großen Wert auf eine gesunde Unternehmenskultur, sind dienstleistungsorientiert und setzen hohe Maßstäbe an die geleistete Qualität. Stockheim fokussiert sich künftig auf das Kerngeschäft der Messe- und Eventgastronomie am Standort Düsseldorf, in das wir nach Abschluss des M&A-Prozesses weiter investieren werden“, erklärt Özgür Günes, Geschäftsführer der Stockheim-Gruppe, den Verkauf. SSP wird die operative Führung der 25 Filialen voraussichtlich ab Januar 2018 übernehmen.

Oliver Dörschuck, CEO der SSP für die D-A-CH und FRA-BEL-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Belgien) zur Wachstumsstrategie: „Wir wollen unsere Präsenz in unseren wachstumsstarken Kompetenzfeldern Hospitality und Service weiter ausbauen. Stockheim und SSP ergänzen sich strategisch sehr gut. Wir können Reisenden mit den neuen Stockheim-Marken eine noch attraktivere und sehr hochwertige Auswahl an Restaurants, Cafés und Stores bieten. Vor allem freuen wir uns, 500 hochqualifizierte und engagierte neue Kollegen bei SSP zu begrüßen und mit ihnen das Geschäft an gleich fünf wichtigen Bahn- und Luftverkehrs-Standorten in Deutschland auszubauen.“

Die Stockheim-Gruppe konzentriert sich künftig auf das Kerngeschäft der Messe- und Eventgastronomie. In den Locations CCD, Messe Düsseldorf, die Rheinterrasse und im Catering werden alle Energien für eine erfolgreiche Sanierung des Geschäfts gebündelt werden. „Im Messe- und Eventcatering weisen wir eine hohe Expertise sowie eine breite Erfahrung auf. Zudem genießen wir einen guten Ruf über Düsseldorfs Grenzen hinaus. Das wollen wir weiter nutzen und ausbauen. Insbesondere von unseren Kunden haben wir deutlich positive Signale erhalten, uns in diesem für Stockheim relevanten Marktumfeld zu unterstützen. Stockheim ist für die Zukunft gerüstet sowie neu und gut aufgestellt“, begründet Sanierungsgeschäftsführer Dr. Utz Brömmekamp den Verkauf. Familie Stockheim bleibt weiterhin Gesellschafter der Stockheim-Gruppe, die zukünftig rund 230 Mitarbeiter beschäftigt.

Am 20. Dezember 2017 findet vor dem Amtsgericht Düsseldorf die Gläubigerversammlung statt im Sanierungsverfahren der Stockheim-Gruppe statt. Die Düsseldorfer Wirtschaftsberatung Buchalik Brömmekamp unterstützt das Unternehmen bei der Neuausrichtung, die vom Sachwalter Dr. Biner Bähr (White & Case) begleitet wird. An diesem Tag stimmen Gläubiger über die von den Unternehmen vorgelegten Insolvenzpläne ab. Bei Zustimmung können die Verfahren wenige Wochen danach aufgehoben werden.