Bargeldloses Bezahlen in der Gastronomie

Tipps von Mastercard für Gastro-Gründer

Kartenzahlung mit mobilem Kartenlesegerät (Bild: Orderbird)

David Klemm von Mastercard Deutschland und Jurymitglied beim Gastro-Gründerpreis gibt Gründern Tipps, was sie beim bargeldlosen Bezahlen beachten müssen.

1. Service-Faktor

Der bargeldlose Zahlungsverkehr setzt sich auch in der Gastronomie immer mehr durch. Viele Gäste tragen mittlerweile nur noch wenig Bargeld bei sich und möchten auch im Restaurant ihre Rechnung mit Karte bezahlen. Auch Touristen sind es oft aus ihrer Heimat gewohnt, bargeldlos zu zahlen. Daher ist die Kartenzahlung für sie oft unerlässlich.

2. Umsatzpotenziale ausschöpfen

Höhere Rechnungsbeträge werden gern mit Karte bezahlt. Steht dieses Zahlungsmittel nicht zur Verfügung, kann das den Konsum bremsen, da Gäste im Zweifel nicht genug Bargeld dabei haben. Geschäftskunden sind oft sogar angehalten, Betriebe mit Kartenzahlung auszuwählen, da Geschäftsessen über die Firmenkreditkarte gezahlt und Ausgaben direkt ins Spesenmanagementsystem übertragen werden.

3. Mindestumsatz als Konsumhürde

Oft wird die Kartenzahlung erst akzeptiert, wenn ein Mindestumsatz erreicht wird. Was sich für den Gastronom gut anhört, wird für den Gast zum Ärgernis. Gerade die junge Zielgruppe, 18 bis 34 Jahre, erwartet eine Kartenzahlung auch bei Kleinstbeiträgen. So kann der Mindestumsatz zum Umsatzverhinderer werden.

4. Augen auf beim Vertragsabschluss

Wichtige Eckpunkte auch bei Verträgen mit Zahlungsanbietern sind die Vertragsdauer, Terminalmiete, Kosten, auch gegebenenfalls Fixkosten pro Transaktion, und natürlich Auszahlungszyklen. Besonders am Anfang sollten langfristige Verträge mit hohen Terminalmieten und fixen Beträgen pro Transaktion gemieden werden. Oft lohnt es sich, selbst den Kartenleser zu kaufen und prozentuale Transaktionsgebühren zu wählen. Das verhindert gleichzeitig, dass Mindestumsätze nötig werden.

5. Neue Zahlarten und Funktionen

Gastronomen sollten auch bei neuen Bezahlsystemen auf dem aktuellen Stand bleiben. Zu den neuen Angeboten gehören Mobile Payment mit Apple Pay oder Android Pay und berührungsloses Bezahlen mit Near Field Communication.

6. Service-Mitarbeiter schulen

Die Mitarbeiter im Service-Team müssen über alle angebotenen Zahlungsarten informiert sein. Welche Zahlungsarten werden akzeptiert, welche Besonderheiten gibt es und wie funktionieren die Bezahlmethoden.