Zuwachs der Braustätten ungebrochen

Zuwachs der Braustätten ungebrochen
Foto: Quinntheislander/Pixabay

Damit liegt die Zahl der Bier brauenden Betriebe in Deutschland erstmals seit dem Jahr 1978 wieder über der Marke von 1.400. Damals hatte der Brauer-Bund für Westdeutschland 1.415 Brauereien registriert. Den stärksten Zuwachs im vergangenen Jahr verzeichneten der Großraum Hamburg und Schleswig-Holstein mit acht neuen Brauereien, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit sechs zusätzlichen Betrieben. Im Zehn-Jahres-Trend liegt Berlin an der Spitze: In der Hauptstadt entstanden seit 2006 laut Statistik 27 neue Brauereien. Hauptgrund hierfür ist die wachsende Craftbier-Szene in Berlin. Craftbiere sind meist hopfen- und malzbetonte, aromaintensive Biere, die von Regionalität und Experimentierfreude geprägt sind und meist nur in kleinen Mengen hergestellt werden. Bei gut der Hälfte der deutschen Brauereien handelt es sich um sogenannte „Mikrobrauereien“ mit einem Jahresausstoß bis 1.000 Hektoliter.

„Der deutsche Biermarkt ist innovativ und dynamisch. Jede Woche kommen neue, hochwertige Biere auf den Markt. Die Verbraucher hatten nie eine so große Auswahl wie heute“, so Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes in Berlin. Die größten Steigerungsraten seien 2016 bei Spezialitätenbieren und Hellem zu verzeichnen gewesen. Auch Alkoholfreie Biere seien weiterhin sehr erfolgreich. Nach wie vor aber steht Pils bei den verkauften Biersorten mit einem Marktanteil von über 50 Prozent unangefochten an erster Stelle, gefolgt von Weizen und Export.