Sportlicher Wettbewerb

9. Berliner Kellnerlauf – Page läuft allen davon

Ein Page läuft beim 9. Berliner Kellnerlauf allen davon
Ein Page läuft beim 9. Berliner Kellnerlauf allen davon (Foto: Kranzler Eck Berlin)

Insgesamt 66 Kellnerinnen und Kellner, Barkeeper, Köche, Pagen und Bierkutscher gingen Ende April 2019 auf dem 400 Meter langen Rundkurs über den Ku‘damm an den Start. Einige Vorjahressieger verteidigten ihre Titel erfolgreich und dürfen sich 2019 erneut Berliner Meister der Hotellerie und Gastronomie nennen. Zu ihnen gehört auch Seriensieger Efstathios Stathiadis, der zum vierten Mal in Folge den Lauf der Pagen gewann.

Siegerin von der Ostsee

Pia Berger von der Ostseelounge aus Rostock erlief sich den ersten Sieg an diesem Tag bei den Kellnerinnen. Sie brachte zwei Gläser mit Latte Macchiatto am schnellsten über die Ziellinie und verschüttete dabei am wenigsten Kaffee. „Ich bin super glücklich nach einem zweiten und einem dritten Platz heute als Siegerin zurück nach Rostock zu fahren. Das größte Problem war heute der Untergrund, es war durch den Regen teilweise sehr rutschig“, so Pia. 300 Euro Siegprämie gehören ihr.

Bassir Herawi vom Hotel deRome verteidigte beim anschließenden Lauf der Köche seinen Titel aus dem Vorjahr und sicherte sich die Siegprämie. Die Köche mussten unterwegs Eischnee schlagen und hinter der Ziellinie ein Schälchen mit frischen Früchten zum Dessert „Luft & Liebe“ anrichten. Auch er freut sich über den Sieg: „Wir sind mit der Familie gerade umgezogen und mussten dafür dringend ein paar Anschaffungen machen. Da kommt uns der Gewinn sehr gelegen.“

Page im Laufrausch

Riza Pecenek war, wie im vergangenen Jahr, der schnellste Barkeeper. Durch einen souveränen Sieg netzte der Hobby-Fußballer die Siegprämie ein. „Ich bin generell sehr sportlich und habe mir fest vorgenommen, hier und heute wieder den Sieg zu erringen. Dafür habe ich beim Training auch ein paar Extraschichten eingelegt und bin sehr froh, dass ich gewonnen habe.“ Die Barkeeper mussten 800 Meter zurückzulegen, dabei einen
„Caribbean Nightmare“ mixen und sicher ins Ziel tragen.

Bei den Pagen lief auch dieser Jahr wieder einer allen davon: Efstathios „Effi“ Stathiadis
vom Hotel de Rome. Er verteidigte seinen Titel zum vierten Mal in Folge vor seinem Kollegen Artur Bruzos. „Effi“ schleppte den knapp 10 Kilogramm schweren roten Koffer in sagenhaften 1:11 Minuten 400 Meter über den Ku’damm. „Ich bin super glücklich, dass ich wieder gewonnen habe. Aber ich liebe auch den Wettbewerb. Artur hat mich richtig gefordert. Wir sind beide richtig stolz, für das Hotel de Rome Gold und Silber gewonnen zu haben“, so Stathiadis.

Vom Zuschauer aufs Siegertreppchen

Eine Überraschung gab es beim traditionellen Bierkutscherlauf. Die beiden Zuschauer Philipp Haack und Sebastian Martens kamen zufällig am Kranzler Eck Berlin vorbei, meldeten sich ganz spontan an – und wurden Erster. Zum Sieg trugen sie eine Kiste Schultheiß-Bier über den Ku’damm und durften das „Sportgerät“ gleich mit nach Hause nehmen. Im Lauf der Mieter des Kranzler Eck Berlin setzte sich die Staffel von Timberland überraschend deutlich gegen starke Konkurrenz durch.

Der Lauf der Kellner ist die Königsdisziplin. Riza Pecenek vom Wiener Feinbäcker im Kranzler Eck düpierte auch in diesem Jahr die Konkurrenz und gewann souverän mit etwa 50 Metern Vorsprung. Er lief aufgrund des deutlichen Vorsprungs mit seinem Tablett und drei gefüllten Biergläsern rückwärts über die Ziellinie.

Alexandra Meyder-Cyrus, Center-Managerin Kranzler Eck Berlin, über die Veranstaltung: „Die 9. Auflage hat die große Tradition des Berliner Kellnerlaufs fortgesetzt und war wieder ein großer Spaß für alle. Trotz des nicht optimalen Wetters war der Zuspruch sehr gut, wir sind überaus zufrieden und freuen uns schon auf die Jubiläumsausgabe 2020. Wir feiern im kommenden Jahre 20 Jahre Kranzler Eck Berlin und zehn Jahre Kellnerlauf und lassen uns ganz bestimmt etwas Besonderes dafür einfallen!“ TV-Koch Ralf Zacherl: „Das waren trotz der kühlen Temperaturen und der nassen Strecke tolle Leistungen. Was die Kolleginnen und Kollegen hier geleistet haben, ist absolut überragend, die würde ich alle bei mir einstellen. Was ich gesehen habe, macht Appetit auf den 10. Berliner Kellnerlauf im kommenden Jahr.“