Rettungsaktion

CSU will Dorfwirtschaften retten

Immer mehr Dorfgaststätten müssen schließen (Symbolbild) (Foto: pixabay.com)

In einem Strategiepapier der christsozialen Berliner Abgeordneten ist von bundesweiten zinsfreien Darlehen und Zuschüssen die Rede. In dem Papier mit dem Titel „Gesamtstrategie Wohnen“ wird neben dem Dorfladen auch das Wirtshaus als Ort der Begegnung, den man erhalten müsse, beschrieben.

Mindestens ein Viertel seiner Kneipen und Wirtshäuser hat Bayern nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes seit 2006 verloren. Rund 500 Gemeinden müssen, so berichtet die „Süddeutsche“-Zeitung ohne Wirtshaus auskommen.

Gaststättensterben ein bundesweites Problem

Aber auch in allen anderen Bundesländern sieht es nicht besser aus. Innerhalb von zehn Jahren hat beispielsweise in Thüringen und Sachsen-Anhalt jede fünfte Gastwirtschaft geschlossen. Die beiden mitteldeutschen Länder halten den Negativrekord. Der Bundesdurchschnitt liegt bei minus 10 Prozent.

Pilotprojekt für Bayern gestartet

Der bayrische Branchenverband DEHOGA treibt derzeit auch ein entsprechendes Pilotprojekt gemeinsam mit der Staatsregierung voran. Mit der Kampagne „Zukunft für das bayrische Gastgewerbe“ sollen schwächelnde Dorfgaststätten unterstützt werden. Es sollen wirksame Maßnahmen gegen das Sterben der Dorfgaststätte getroffen werden. Darüber hinaus werden Ideen für Gaststätten mit Zukunft geboten.

Als Basis zur wirksamen Hilfe sieht der Verband die Bündelung aller Informations-, Beratungs- und Förderangebote an. Sie sollen im Rahmen des Projektes besser aufbereitet und verbraucherorientiert präsentiert werden. Laut „Mittelbayrischer Zeitung“ sollen außerdem eine kostenlose Potenzial- und Schwachstellenanalyse, regionale Beratertage sowie der Aufbau einer fachspezifischen Beraterdatenbank sowie ein Fachkräftenavigator hinzukommen.