Müllfreie Zone

Frea – Deutschlands erstes Zero-Waste-Restaurant

Chefkoch Halfdan Kluften
Küchenchef Halfdan Kluften bei der Arbeit (Foto: Frea)

Das Frea produziert alles selbst: Pasta, reines Sauerteigbrot, Wasserkefir, Nussmilch usw. Drei Vor- und Hauptspeisen zur Auswahl. Zero Waste bedeutet für den Restaurant-Gründer David Johannes Suchy Nachhaltigkeit. Die Menüs bestehen ausschließlich aus regionalen, biologisch und ökologisch angebauten Lebensmitteln.

Das Bio-Gemüse wird in Kisten geliefert, Trockenware wie Mehl, Buchweizen und Leinsamen in recycelbarem Papier. Öl- und Essig kommen in Pfandflaschen. Das Restaurant nimmt nichts an, was mit Plastik angeliefert wird.

Hier wird regional und saisonal gekocht

Die Gerichte werden so zubereitet, dass kein Abfall entsteht. Bleibt dennoch mal etwas übrig, landet es in der eigenen Kompostiermaschine Gersi. In nur 24 Stunden macht sie aus Küchen- und Essensresten wertvollen Kompost. Nach Anlieferung der Ware nehmen die Bauern den Bodenersatzstoff wieder mit, um ihn auf ihren Feldern zu verteilen.

Küchenchef Halfdan Kluften arbeitete nach seiner Ausbildung in Norwegen weltweit in Spitzenrestaurants wie dem Kopenhagener 3-Sterne-Restaurant „Geranium”. Zuletzt war er als Sous-Chef bei „Silo” – dem weltweit ersten Zero-Waste-Restaurant im britischen Brighton tätig.

Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein spiegeln sich auch in der Einrichtung wider. Die Lampen, die über der Bar hängen, bestehen aus Pilzen, Myzel, das flauschig-fadenförmige Wurzelwerk aus der Erde. Sämtliche Stühle kommen über Kleinanzeigen. Servietten gibt es nur aus Stoff.