Statistik

Hotelkonjunktur-Barometer Sommer 2018

Hotelkonjunktur-Barometer zeigt positive Zahlen (Foto: pixabay.com)

Im ersten Halbjahr stiegen die Übernachtungszahlen um 3,3 Prozent. Die durchschnittliche Zimmerauslastung stieg um 0,2 Prozent, der durchschnittliche Netto-Zimmerpreis um 1 Prozent und der Durchschnittliche Zimmerertrag (RevPAR) um 1,2 Prozent. 

Die guten Ergebnisse sind erfreulich, allerdings ist es möglich, dass insbesondere die Kennzahlen aufstrebender Markenhotels in Städtedestinationen die Wahrnehmung des Gesamtmarktes verzerren. Laut Hotelverband legt das einen Blick auf die reale Umsatzentwicklung für den gesamten Beherbergungsmarkt nahe. Sie stagniert mit 0,1 Prozent. Im europäischen Vergleich sind die Zuwachsraten der deutschen Hotels bei Auslastung, Preis und Ertrag eher unterdurchschnittlich. Bei den Beschäftigungszahlen ist ein Plus zu verzeichnen. Es entspricht mit 2,2 Prozent in etwa dem der Gesamtwirtschaft in Deutschland.

Probleme der Hotelbranche

Für Wolken am Branchenhimmel sorgen allerdings der anhaltendende Arbeitskräftemangel, steigende Kosten, unfaire Marktpraktiken im Onlinevertrieb sowie zunehmende Wettbewerbsverzerrungen: „Die Politik steht in der Verantwortung, für ein level playing field und mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt zu sorgen. Die Branche bleibt aufgerufen, in Zeiten des demografischen Wandels und sinkender Bewerberzahlen weiterhin in die Qualität der Ausbildung zu investieren und unseren Teams unsere Wertschätzung und Anerkennung noch deutlicher zu zeigen, sagt Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA).

Das IHA-Konjunkturbarometer

Das IHA-Hotelkonjunkturbarometer basiert auf Angaben des Statistischen Bundesamtes (Übernachtungen, Umsatz), der Bundesagentur für Arbeit (Beschäftigte) sowie auf dem Hotelbenchmark von OlaKala/MKG (Zimmerauslastung, Zimmerpreis, RevPAR). 

Der Hotelverband Deutschland

Der Hotelverband Deutschland zählt rund 1.300 Häuser aus allen Kategorien der Individual-, Ketten- und Kooperationshotellerie zu seinen Mitgliedern. Er vertritt die Interessen der Hotellerie gegenüber Politik und Öffentlichkeit in Deutschland und Europa. Darüber hinaus bietet er zahlreiche hotelspezifische Dienstleistungen an.