Schwimmbecken für Kinderschwimmkurse

Initiative des Deutschen Schwimmlehrer Verbands (DSLV)

Initiative des Deutschen Schwimmlehrer Verbands (DSLV)
Fehlende Schwimmbecken sind ein Grund dafür, warum mehr als die Hälfte der 10-jährigen nicht richtig Schwimmen können – eine Initiative des Deutschen Schwimmlehrerverbands (DSLV) will dies ändern (Foto: Foto-Siegmund.de)

Anfang 2019 teilte die Deutsche Gesellschaft für Badewesen mit, dass in der Bundesrepublik aktuell etwa 6.000 öffentliche Schwimmbäder existieren – über zehn Prozent weniger als noch im Jahr 2000.

„Die Schließung der öffentlichen Schwimmbäder hat zur Folge, dass weniger Wasserflächen für die Schwimmausbildung zur Verfügung stehen. Heute können über die Hälfte der 10-jährigen gar nicht oder nur sehr schlecht schwimmen“, sagt Alexander Gallitz, Präsident des Deutschen Schwimmlehrerverbands (DSLV). „Es gibt auch andere Gründe, warum viele Kinder nicht mehr das Schwimmen erlernen, aber ein wichtiger Grund sind fehlende Schwimmbecken“, betont Gallitz.

5.000 Kinder-Schwimmkurse pro Woche zusätzlich

Mehr als 2.000 Hotels mit Hotelschwimmbädern gibt es in Deutschland. Laut Sascha Krone, Betreiber der Webseite Pool2share.com, werden diese Pools allerdings nicht so häufig genutzt. Gemeinsam mit Gallitz entwickelte er eine Idee: „Wenn wir es schaffen, in Deutschland nur 10 Prozent der Hotels mit Pool dafür zu begeistern, ihren Pool für 3 bis 4 Schwimmstunden pro Woche zur Verfügung zu stellen, dann können wir pro Woche für weitere 5.000 Kinder Schwimmkurse anbieten“, sagt der Präsident des DSLV. Die Initiative heißt „Hotel-Schwimmbecken für Kinderschwimmkurse“.

„Hotels sind mit ihren qualitativ hochwertigen Swimming-Pools, der notwendigen Infrastruktur und den hohen Hygiene-Standards besonders als Schwimmbecken für Kinderschwimmkurse geeignet – und die Eltern können in Ruhe bei Kaffee und Kuchen auf Ihre Kinder warten, während diese das Schwimmen erlernen“, meint Sascha Krone.

Initiative besonders für Hoteliers interessant

Hotels, die Ihren Pool zur Verfügung stellen wollen, brauchen ihren Pool lediglich bei Pool2share.com registrieren – und schon können Schwimmlehrer den Hotel-Pool buchen. Die Zeiten, wann der Pool zur Verfügung steht, legen die Hoteliers selbst fest. Darüber hinaus bestimmen sie bei der Registrierung ihres Pools ein angemessenes Nutzungsentgelt für das Schwimmbecken. „Pro Stunden kalkulieren die Schwimmschulen mit EUR 35,- bis EUR 70,- an Nutzungsentgelt für den Swimming-Pool für einen Schwimmkurs bis maximal 6 Kinder“ erläutert Krone.

„Man kann das eigene Haus in der Region noch mehr verwurzeln und den Kontakt zur Bevölkerung intensivieren, was gerade den großen Hotelketten häufig nur sehr schwer gelingt“, hebt Krone hervor. Auch als Werbung für den eigenen Spa-Bereich bietet sich diese Initiative an: „Eltern, die heute ihre Kinder zum Schwimmkurs begleiten, wollen vielleicht in der nächsten Woche eine Spa-Anwendung im Hotel buchen“, blickt Krone optimistisch in die Zukunft.