Interview mit Paolo Masaracchia

„Mein Team ist das Herzstück“

Paolo Masaracchia (Foto: Mercure MOA, M. Siwkowski )

2010 als Hostel geplant, gehört das MOA jetzt zu den respektablen Konferenzhotels Berlins. Die Eigentümer Alexander Wendeln und Laurence Mehl gewähren Masaracchia mit seinem Team die nötige Entscheidungsfreiheit.

Wie und warum ist das Mercure MOA zu dem geworden, was es 2018 ist?

Das MOA eröffnete Ende 2010 mit 196 Zimmern und vier Konferenzräumen. Dann wurde das Kongresszentrum sukzessive erweitert. Da die Relation Zimmeranzahl zum Konferenzbereich nicht mehr stimmig war, entschlossen wir uns aufgrund weiterer freigewordener Mietflächen, das MOA um weitere 140 Zimmer zu vergrößern.

Sie sind seit Oktober 2011 im Boot. Wie war Ihr Fahrplan?

Mein Ziel war es, das MOA zu einem beliebten Hotel zu machen. Es sollte eine Piazza werden, wo sich auch die Berliner treffen, um zu arbeiten, zu netzwerken, aber auch um zu feiern und ihre Veranstaltungen durchzuführen. Gleichzeitig sollte es für Auswärtige zu einer „Heimat“ werden. Um diese Ziele zu erreichen, habe ich zunächst auf eine langfristige Mitarbeiterbindung Wert gelegt und ein Team gebil¬det, auf das ich von der Führungskraft bis hin zu unseren Azubis und Praktikanten sehr stolz bin.

Wie ist es Ihnen gelungen, in dieser B-Lage in Moabit ein attraktives Produkt zu schaffen?

Tatsächlich war es am Anfang nicht leicht, die Gäste für Moabit zu begeistern, da viele Vorurteile vorhanden waren. Dank der vielfältigen Veranstaltungen, die wir gerade für die Berliner organisiert haben, und meines tollen Teams konnten wir immer mehr Stammgäste an unser Haus binden. Mit Stolz kann ich sagen, dass auch so mancher Promi immer wieder den Weg zu uns findet, selbst ohne Veran¬staltung. Ich habe von Anfang an an diesen Bezirk geglaubt, da ich hier aufge¬wachsen bin.

Was war für Sie bei der Projektumsetzung unerlässlich?

Meine Devise ist es, dass wir stets alle Mitarbeiter motivieren und begeistern. Innerhalb von nunmehr sieben Jahren ist das Team aufgrund der vielen Erweiterun¬gen von 30 auf ca. 200 Mitarbeiter angewachsen.

Wie haben Sie die passenden Mitarbeiter gefunden?

Wir legen viel Wert auf unsere Azubis und deren Ausbildung. Viele Azubis möchten ihre Karriere in unserem Haus fortsetzen, was uns sehr freut und was wir in den meisten Fällen gern unterstützen. 

Ich rekrutiere auch Mitarbeiter, mit denen ich früher schon einmal erfolgreich zusammengearbeitet habe, wie z. B. meine stellvertretende Direktorin, meinen technischen Direktor und meine persönliche Assistentin.

Wie binden Sie Ihr Team an das Haus? Und das bei derartigen Umbaumaßnah¬men im laufenden Betrieb?

Der persönliche und direkte Kontakt zu allen Kollegen ist mir sehr wichtig. Es war nicht einfach, den Umbau bei vollem Hotelbetrieb durchzuführen. Mit meinem ext¬rem motivierten und überaus positiv denkendem Führungsteam war es nicht nur möglich, Gastbeschwerden durch persönliche Gespräche so gering wie möglich zu halten. Es gelang sogar, Gäste durch Aufrichtigkeit und Kompetenz gepaart mit Freundlichkeit zu gewinnen und zu binden.

Vielen Dank für das Gespräch!