Neuer Restaurantführer

Michelin-Sterne 2019 vergeben

Michelin-Sterne vergeben
Die neuen Zwei-Sterne-Köche (Foto: Guide Michelin)

261 Restaurants bekommen einen, 38 zwei und zehn drei Sterne. Ein Überraschungssieger ist das erst im Februar 2018 eröffnete Restaurant „Purs“ in Andernach (Rheinland-Pfalz). Christian Eckhardt und sein Team kamen auf Anhieb auf zwei Michelin-Sterne.

Deutsche Spitzengastronomie legt zu

„Die Ausgabe 2019 belegt die ungebrochen positive Entwicklung der deutschen Top-Gastronomie“, freut sich Gwendal Poullennec, der neue internationale Direktor des Guide Michelin. „Getragen wird dieser Erfolg sowohl von etablierten Altmeistern der Spitzenküche als auch von einer Generation junger, talentierter Köche mit erstklassiger Ausbildung und neuen, frischen Ideen“, ergänzt er.

Die mit Abstand meisten Sterne-Restaurants gibt es in Baden-Württemberg (77), gefolgt von Bayern (52), Nordrhein-Westfalen (47) und Rheinland-Pfalz (27). Bei den Häusern mit drei Sternen liegen Baden-Württemberg, Bayern und das Saarland mit je zwei vorne. In Thüringen und Sachsen-Anhalt findet sich jeweils ein einzelnes Restaurant mit einem Stern. Das kleinste Bundesland Bremen geht ganz leer aus.

Kulinarische Hotspots

Millionenstädte wie Berlin, Hamburg und München zählen zu den Gourmet-Hochburgen. Die Berliner Spitzengastronomie ist seit Jahren für ihre innovative Küche bekannt. Neu ausgezeichnet wurden vier Häuser mit ungewöhnlichem Konzept. Beim frischgebackenen 1-Stern-Restaurant Coda Dessert Dining basiert die Küche maßgeblich auf modernen Patisserie-Techniken. Weitere Newcomer sind das Ernst, das auf maximal frische Produkte aus der Region setzt, das Savu, das nordische, spanische und italienische Küche kombiniert, und das Kin Dee, das für seine thailändischen Gerichte auch Zutaten aus dem Umland verwendet.

In Hamburg befinden sich gleich drei Restaurants, die auf Anhieb mit einem Stern ausgezeichnet wurden: Lakeside im Hotel The Fontenay, das Bianc in der HafenCity sowie das 100/200 von Thomas Imbusch, das grundsätzlich ohne Speisekarte arbeitet. Gleich drei von fünf neuen Restaurants mit zwei Sternen liegen in Bayern:  Sosein im mittelfränkischen Heroldsberg, Luce d'Oro  im oberbayerischen Krün und Alexander Herrmann by Tobias Bätz im oberfränkischen Wirsberg.  Außerdem zieren zwei Sterne jetzt das "Ox & Klee" in Köln.

Unter den 309 Sterneköchen sind nur zehn Frauen zu finden. Keine von ihnen wird in der höchsten Klasse mit drei Auszeichnungen gelistet. Das schöne Geschlecht ist im Gourmetbereich stark unterpräsentiert. Gründe sind unter anderem die  harten Arbeitsbedingungen, der raue Ton in den Küchen sowie auch Vorbehalte der männlichen Starköche.

Was meinen Sie?

Ist die Vergabe der Michelin-Sterne für Restaurants sinnvoll?

Ja     Nein

Wie die anderen Leser abgestimmt haben, sehen Sie hier.