Nachhaltiger Tourismus boomt

Nachhaltiger Tourismus boomt
Hotel Feuerberg Kärnten, Foto: Biotop Landschaftsgestaltung GmbH

Kein Zufall kann es sein, dass die Vereinten Nationen (UN) 2017 zum Jahr des Nachhaltigen Tourismus erklärt haben. Denn Urlaubsangebote sind ein wichtiger Motor für regionalen Wohlstand, haben aber auch deutliche Auswirkungen auf die Ökologie. Umso wichtiger sind Konzepte, die beides miteinander in Einklang bringen. Ein Naturpool erfüllt alle diese Herausforderungen.

Den deutlich über 20.000 privaten Naturpools in Europa, stehen nach aktuellen Statistiken knapp 1.000 Hotelanlagen gegenüber – und die Nachfrage aus diesem Bereich wächst weiterhin stark, wie viele Biotop-Partnerbetriebe aus ganz Europa berichten. Dabei erfüllen Swimmingteiche und Living-Pools für Hotelanlagen alle Voraussetzungen, die eine echte Win-Win-Situation ausmachen: Jedes Hotel gewinnt mit einem Naturpool signifikant und nachhaltig an Attraktivität bei seinen Gästen und auch ökonomisch punkten die naturnahen Badelandschaften auf ganzer Linie. „Ein Biopool, speziell für den gewerblichen Bereich, ist bei professioneller Planung und Umsetzung kostengünstiger in Errichtung und Betrieb, als ein klassischer Pool mit Schwimmbadtechnik“, unterstreicht etwa der erfahrene Hotelarchitekt Herwig Ronacher von der Architekten Ronacher ZT GmbH. Für ihn steht damit fest: „Natürliches Wasser in der ökologischen Hotelarchitektur ist eine ganz wesentliche und sinnvolle Ergänzung zum klassischen Schwimmbadbereich für hochwertige und nachhaltig ausgerichtete Wellnesshotelanlagen.“ Zahlreiche führende Wellnesshotels, wie zum Beispiel das Mountainresort Feuerberg oder das Hotel Edelweiß in Wagrain, hat das Architektenteam bereits beim Umstieg auf Biopools mit Erfolg begleitet.

Aktuell in der Umsetzung befindet sich ein Umbau- und Erweiterungsprojekt für das Hotel "der daberer, das biohotel" im Kärntner Gailtal. Das Hotel wurde durch das Büro Ronacher im Laufe der vergangenen 25 Jahre bereits zehn Mal erweitert. Bei allen Baustufen stand eine ökologische und baubiologisch, hochwertige Bauweise im Vordergrund, im speziellen natürlich der konstruktive Holzbau wie etwa bei der hölzernen Schwimmbadkuppel. Neben 120 zusätzlichen Betten beinhaltet das aktuelle Vorhaben eine umfassende Modernisierung des Wellnessbereichs und die Neuanlage eines Swimmingteichs – geplant und umgesetzt vom Biotop-Partner Garten und Pflaster Fresner aus Michaelerberg (Österreich). Die gesamte Anlage wird dabei terrassenförmig in den Hang gelegt. Um das ökologische Konzept dieser Baustufe zu vervollkommnen, wird die mittlere der drei Terrassenebenen – unmittelbar vor den Sauna- und Ruheräumen gelegen – der großzügige Schwimmteich die Anlage krönen.

Welchen Stellenwert nachhaltiger und ökologisch bewusster Tourismus heutzutage genießt, wird nicht nur mit dem offiziellen UN-Jahr deutlich. Prof. Dr. Dirk Reiser von der Hochschule Rhein-Waal (Nordrhein-Westfalen, Deutschland) genießt international hohes Renommee und erforscht seit Jahren den nachhaltigen Tourismus. Für den Experten steht fest: „Wir werden weiterhin reisen – nur die Art und Weise verändert sich gerade gründlich.“ Aus vielerlei Gründen gewinnen etwa nahegelegene Ziele für viele Urlauber an Attraktivität. „Nachhaltigkeit wird immer mehr Verbrauchern wichtig. Hohe Wachstumsraten sind hier zu erwarten.“ Ein Hindernis könnte allein die wahre Flut an Tourismus-Gütesiegeln darstellen. Hier würde sich der Reiseexperte eine Vereinheitlichung ganz im Sinne der Verbraucher wünschen. In jedem Fall spielt für Prof. Reiser in diesem Zusammenhang die Ressource Wasser eine entscheidende Rolle – wird doch in vielen Anlagen des Massentourismus allzu verschwenderisch mit diesem Gut hantiert. „Biopools stellen daher eine interessante Alternative dar, um sorgsamer und nachhaltiger mit Wasser umzugehen.“