Wasser löscht den Hauptstadt-Durst

Trinkwasser aus dem Hahn: Lieblingsgetränk der Berliner

Endlich ist der Sommer in der Hauptstadt angekommen.Endlich ist es wieder Zeit fürs Sonnenbaden am Wannsee, für entspannte Open-Air-Veranstaltungen in der Wuhlheide und erfrischende Drinks an der Spree. Gibt es etwas Schöneres als ein kühles Bier zum wohlverdienten Feierabend? Ja! Für die Mehrheit der Hauptstädter gibt es das wirklich: Trinkwasser aus dem Hahn.

So lautet jedenfalls das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage unter 1.002 Berlinern zu ihrem Trinkverhalten. Für 56 Prozent der Befragten ist Trinkwasser aus dem Hahn das am häufigsten konsumierte Getränk im Alltag, dicht gefolgt mit 55 Prozent von Kaffee, einem Getränk, das ebenfalls auf Trinkwasser basiert. Abgefülltes Mineral- und Tafelwasser aus der Flasche trinken 52 Prozent der Hauptstädter.

Der tägliche Leitungswasserkonsum liegt bei der Hälfte (51 Prozent) der Befragten zwischen 0,5 und 1,5 Litern. „Das Berliner Trinkwasser gilt als sehr gesund, da es ausschließlich aus dem Grundwasser gewonnen wird“, sagt Dr. Michael Boschmann von der Charité Universitätsmedizin Berlin am Campus Buch. Der Konsum von Trinkwasser aus dem Hahn ist ökologisch, da es vor Ort gewonnen und angeboten wird. Es muss nicht, abgefüllt in Plastikflaschen, in riesigen Lastfahrzeugen quer durch Europa transportiert werden.

Laut der Studie genießt die Mehrheit der befragten Berliner (etwa 86 Prozent ) ihr Lieblingsgetränk vor allem zu Hause. Bei 61 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Hauptstädter erfreut sich Leitungswasser im Arbeits- und Lernalltag großer Beliebtheit. Beim Sport stillt fast jeder Dritte seinen Durst am Wasserhahn (30 Prozent).

Berlinerinnen und Berliner müssen in Cafés und Restaurants oft auf ihr Getränk Nummer Eins verzichten, da es kaum ausgeschenkt wird. Leitungswasser im Restaurant würden 16 Prozent der Befragten trinken wollen, allerdings trauen sie sich nicht, danach zu fragen. Bei den Berlinerinnen liegt der Anteil sogar bei 20 Prozent.

„Es ist wünschenswert, dass mehr Gastronomen Trinkwasser ausschenken – natürlich auch gegen ein Serviceentgelt“, so Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe. Berliner Trinkwasser sei nämlich nicht zuletzt aufgrund seiner ausgezeichneten Qualität sehr beliebt. Schließlich gehöre Trinkwasser zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland.